Ecuador: Reform im Dschungel der Interessen

Zum Abschluss meiner Südamerika-Reise war ich in dieser Woche noch einmal in Quito, um mit den Kollegen an der Universidad Católica (PUCE) noch einmal am geplanten Journalismus-Studiengang zu arbeiten. Wie sich im August schon andeutete, ist das Projekt von allerlei nicht kontrollierbaren Rahmenbedingungen abhängig. Im ungünstigsten, aber nicht unwahrscheinlichsten Fall könnte sich die Uni-Leitung entschließen, doch mit einem einzigen Studiengang Comunicación Social weiterzumachen. Die bisher darin enthaltenen Schwerpunkte Journalismus, Public Relations und Literatur dürfte die PUCE nach den neuen Regierungsvorgaben nicht weiter getrennt ausweisen. Damit wäre die ganze Studiengangsreform ein großer Rückschritt zu einem konturlosen, praxisfernen und am Arbeitsmarkt vorbei agierenden Ausbildungsangebot.

Die Kollegen aus der Journalismus-Fraktion sind zurzeit noch optimistisch, dass sie ihr Konzept zumindest in weiten Teilen durchsetzen können. Mit diesem Optimismus haben wir dann auch ein paar Details justiert und bearbeitet. Vor allem die Organisation von Projekten war ein wichtiges Thema. Sie sollen nach in den letzten zwei Semesterwochen stattfinden; die Seminare des jeweiligen Semesters sollen – soweit möglich – inhaltlich darauf vorbereiten. Ein sehr charmantes Konzept, für das jedoch auf auf der organisatorischen Seite eine Reihe von Fragen zu klären sind. Die meisten der beteiligten Dozenten tragen das Konzept jedenfalls mit – insofern hoffe ich mal, dass ihre Mühen der vergangenen Jahre nicht umsonst waren und möglichst viele der guten Ideen auch umgesetzt werden können.

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