Vortrag: Journalismus im Internet – Schnell, vielfältig – und gut?

Weil ich für sowas irgendwie zuständig bin, spreche ich am Donnerstag, 10. Mai, bei den Frankfurter Mediengesprächen der Friedrich-Ebert-Stiftung über Onlinejournalismus. Der Ankündigungstext dazu:

Seit mehr als 15 Jahren wird im Netz journalistisch publiziert. Viele Verlage erreichen inzwischen über ihre Webseiten mehr Leser als über die gedruckten Ausgaben ihrer Zeitungen und Zeitschriften. Dabei ist Onlinejournalismus nicht einfach als eine weitere Säule neben den Print-, Hörfunk- und Fernsehjournalismus getreten, sondern mit allen eng verwoben: Im Netz lassen sich Texte und Bilder ebenso publizieren wie Hörbeiträge und Videos.

Neben der Vielfalt der medialen Formen sind auch die hohe Aktualität, die Informationstiefe und der enge Dialog mit den Lesern Stärken des Onlinejournalismus. Zugleich ist die Medienbranche noch auf der Suche nach Geschäftsmodellen, um die Angebote ausreichend zu finanzieren. Das von Tageszeitungen bekannte Modell aus Abo- und Anzeigenerlösen funktioniert nicht in gleicher Weise – und erodiert inzwischen auch bei den gedruckten Zeitungen. Damit stellt sich zugleich die Frage, welche Rahmenbedingungen die Gesellschaft möchte, um die Funktionen des Journalismus für die Demokratie sicherzustellen. In der Diskussion um die öffentlich-rechtlichen Internetangebote treffen dabei die unterschiedlichen Modelle aufeinander: Gebührenfinanzierte Angebote und Dienste aus privatwirtschaftlich organisierten Verlagen.

Die Veranstaltung beginnt um 20 Uhr im Spenerhaus/Dominikanerkloster in Frankfurt. Teilnahme kostet nichts, Anmeldungen bei der FES Hessen, alle Daten hier (bisschen scrollen).

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