Archiv für den Monat: Juni 2011

Intensiver Austausch: Ein paar Worte für die Drehscheibe

Die aktuelle Ausgabe der „Drehscheibe“ nimmt sich des Themas Wissenschaft an – in vielen Praxisbeispielen wird gezeigt, wie Lokalzeitungen „über Forschung, Campusleben und regionale Innovationen“ berichten. Wie Medienmacher und Kommunikationswissenschaftler zueinander stehen, wie beide mit Innovationen umgehen, dazu befragte die Redaktion Alexander Houben (Volksfreund), Jörg Riebartsch (Darmstädter Echo), Sonja Kretzschmar (Zeppelin University) und mich. Mein Statement – aus FH-Sicht:

Das Innovationstempo ist höher geworden, allerdings sind auch viele Innovationen heute kleiner dimensioniert als ein Zeitungsrelaunch oder eine neue Druckstraße. Gerade bei neuen Ausspielkanälen wie Tablets oder der Nutzung von Social Media gibt es keine Patentlösung – und wahrscheinlich wird es sie auch nie dauerhaft geben.

Wissenschaft kann diese Lösungen auch nicht liefern. Einfache Antworten sind zwar leicht zu geben, werden aber den individuellen Herausforderungen einzelner Medienhäuser nicht gerecht. Allerdings hat die Wissenschaft einen Methodenkoffer, der zum Beispiel mit Befragungen, Fokusgruppen oder Blickaufzeichnung Instrumente enthält, die die Bedürfnissen der Nutzer und ihr tatsächliches Nutzungsverhalten transparent machen können. Damit lassen sich Innovationen sinnvoll begleiten.

Der Austausch mit der Praxis ist an vielen Hochschulen intensiv: Zu uns kommen Lehrbeauftragte und Gastreferenten aus Redaktionen, unsere Studierenden sind in ihren Praktikumsphasen in Redaktionen, die Forschung orientiert sich oft an der Anwendung, vor allem an Fachhochschulen. Unser Anspruch in der Lehre: Die Absolventen sollen wissen, dass Innovationen den Beruf prägen – und möglichst in der Lage sein, sie auch selbst voran zu bringen.