Archiv für den Monat: September 2009

Wechsel nach Darmstadt, Abschied von Trier

„Bei der grossen Bedeutung, die das Zeitungswesen für das gesamte Kulturleben hat, ist es Pflicht jedermanns, darauf zu dringen, dass die Angehörigen des Journalistenstandes ihres Berufes würdig und in jeder Weise zweckmässig ausgebildet werden, damit sie den schweren Pflichten desselben vollkommen gerecht werden können.“ (Richard Wrede: Handbuch der Journalistik. Berlin: 1902)

Mein Platz in der Journalistenausbildung ist ab 1.10. an der Hochschule Darmstadt. Ich werde in den kommenden zwei Semestern eine Professur für Journalistik vertreten, Schwerpunkt Online-Medien und Crossmedia. Dabei werde ich in den Studiengängen Onlinejournalismus und Wissenschaftsjournalismus am Campus Dieburg lehren – darauf freue ich mich.

Zugleich verabschiede ich mich von der Universität Trier, meinen Kollegen, Mitarbeitern und Studierenden in der Medienwissenschaft. Danke an alle!

Vortrag: Dynamische Web-Inhalte in der Blickaufzeichnung

Am Samstag werde ich auf der Tagung der Methoden-Fachgruppe der DGPuK in Mainz einige Überlegungen und Erfahrungen zur Blickaufzeichnung mit dynamischen Webinhalten beisteuern. Konkret geht es um die Frage, ob und wie Eyetracking für die Rezeptionsanalyse eingesetzt werden kann, wenn die Inhalte Videos oder Animationen sind. Eines der zentralen praktischen Probleme ist derzeit noch die Auswertung: Automatisierte Analysen wie bei der Blickaufzeichnung mit statischen Web-Inhalten gibt es noch nicht, so dass Aufzeichnungen zwar möglich sind, dann aber sehr viel Handarbeit nötig ist, um zu Ergebnissen zu kommen.

Neuer Artikel: Newssite-Relaunches unter der Lupe

In der aktuellen Ausgabe des „journalist“ findet sich ein Beitrag von mir und Achim Schaffrinna vom Designtagebuch zu einigen Newssite-Relaunches der jüngsten Zeit: Wir bewerten die neuen Auftritte von stern.de, tagesschau.de, stuttgarter-zeitung.de, heute.de und n-tv.de. Dabei geht es um die Nutzerfreundlichkeit, das (vermittelte) redaktionelle Konzept und, natürlich, ums Design. Ein Trend, der mir besonders aufgefallen ist: Die Websites sind zunehmend so gestaltet, dass die eigenen Stärken und das redaktionelle Profil besser transportiert werden – bei den Stuttgartern etwa die deutliche Konzentration aufs Regionale, bei heute.de die Bild- und Bewegtbild-Orientierung.

in der gleichen Ausgabe steht übrigens auch ein lesenswerter Artikel zur redaktionellen Nutzung sozialer Netzwerke, in dem auch der Kollege Steffen Büffel zu Wort kommt.