Archiv für den Monat: Juli 2009

Älter werden, Zeitung lesen

Der BDZV mal wieder. Diesmal mit einer goldenen Regel, die die Hoffnung auf nachwachsende Leserschaft zum Gesetz erhebt:

Die Leserstruktur der Tageszeitungen ist ins­gesamt stabil geblieben. Die Regel, dass mit steigendem Alter die Zahl der Zeitungsleser er­kennbar zunimmt, gilt weiterhin. 2009 liegt die Reichweite in der Altersgruppe von 30 bis 39 Jahren bei 65,0 Prozent (2008: 66,8 Prozent) und steigt auf 83 Prozent bei den 60- bis 69-Jährigen (2008 83,8 Prozent). Auch Jugendliche und junge Leute lesen Zeitung: bei den 14- bis 19-Jährigen liegt die Reichweite bei 45,1 Prozent; von den 20- bis 29-Jährigen greifen 56,3 Prozent täglich zur Zeitungslektüre.

Hoffentlich vergessen die jungen Alterskohorten nicht, rechtzeitig zu abonnieren.

Zeitungskrise? Nicht bei uns!

Der Bundesverband deutscher Zeitungsverleger erklärt uns in dieser Pressemitteilung, warum in Deutschland eine Zeitungskrise wie in den USA quasi undenkbar ist:

Anders als in den USA seien die Zeitungen in Deutschland sehr gut aufgestellt. Ein Grund sei die enge Bindung zu ihrem Publikum, die im Lokalen besonders ausgeprägt sei. Dazu gehöre außerdem ein Vertriebs­system, das mit der Zeitungszustellung bis zur Haustür weltweit beispielhaft sei. In Deutschland würden die besten Zeitungen der Welt gemacht und im Unterschied zu den USA und vielen anderen Ländern gelte hier nicht der ausschließlich renditeorientierte Shareholder value. Die deutsche Zeitungs­branche sei mittelständisch geprägt. An der Spitze stünden Verleger mit publizistischem und unternehmerischem Anspruch.