Archiv für den Monat: Januar 2009

Grafische Benutzeroberflächen: Ekelhaft!

Sehr schön nachzulesen, wie Schriftsteller Walter Kempowski sich bei der Arbeit am „Kollektiven Tagebuch Echolot“ mit der neuen Computertechnologie herumschlägt. Von einer Olivetti-Maschine stieg er 1993 auf Apple um und schimpfte am 26. April im Tagebuch:

„Mit dem Apparat kann ich eine Großfabrik betreiben. Am störendsten, ja geradezu idiotisch ist es, daß auf dem Bildschirm ständig die Symbole zur Bedienung sichtbar sind, einschließlich des Müllkübels rechts unten in der Ecke. Wenn ich an meinem schönen Roman schreibe, habe ich dauernd die Symbole auf dem Schirm. Ekelhaft.“ (Walter Kempowski: Culpa. Notizen zum „Echolot“. München 2007, S. 306)

Dossier zur Trierer Medienforschung

In der aktuellen Ausgabe des Trierer Uni-Journals findet sich ein Themenpaket zu den Forschungsaktivitäten der Medienwissenschaft. Unter anderem stellt der Kollege Philipp Niemann sein Teilprojekt im Verbund „Interactive Science“ vor, Sebastian Erlhofer das Projekt „Netzwerkkommunikation“, Christof Barth unser Rezeptionslabor. Ich bin mit einem Beitrag über meine Projekte in der Rezeptionsforschung und Weiterbildung dabei. Das Heft ist hier als pdf zu finden, das Forschungsdossier steht auf den Seiten 41 bis 47.

Hamburger 30-Minuten-Takt

Nachdem die FR mit drei Online-Schlusszeiten vorgeprescht ist, folgt jetzt offenbar das Hamburger Abendblatt mit noch höherer Schlagzahl:

Die Homepage des Abendblattes soll künftig zwischen neun und 17 Uhr alle 30 Minuten eine neue Aufmachung erhalten.

Manchmal könnte man meinen, auch nach 15 Jahren Online-Journalismus fangen manche lieber noch mal ganz von vorne an, wenn es um den Newsflow geht.

Neuer Text: Wie Leser lesen und Nutzer nutzen

In einem Beitrag für die aktuelle Ausgabe von Message schreibe ich über einige Erkenntnisse aus unseren Rezeptionsstudien zu Print- und Onlinemedien. Es geht darum, wie Leser mit Websites und Zeitungen umgehen, welchen Einfluss dabei die Gestaltung hat und was sich für die Praxis ableiten lässt. Auch wenn der Text neu ist, ist der Titel doch ein bewährter: „Mit den Augen der Leser“. Das passt halt so gut zu Texten über Eyetracking-Befunde. Der Beitrag ist im Leseproben-Paket von Message zu finden, das hier als pdf auf Klicks wartet.