Ich schenke ein Ich

Eine FAZ-Mitarbeiterin schildert, wie ihr in Irkutsk die Geldbörse entwendet wurde und was sie daraufhin mit den Behörden erlebte. Der Autorin ist dabei offenbar auch das Wort „Ich“ aus dem Wortschatz abhanden gekommen.

Nee, im Ernst: In Zeitungstexten nicht in erster Person zu schreiben, kann ja eine durchaus sinnvolle Faustregel sein, weil es den Leser vor möglichen Eitelkeiten der Reporter schützt. In dieser Form allerdings wird es zum Manierismus. Ich schenke deshalb ein paar „Ichs“: Ich, Ich, Ich.

Gerne auch an alle, die sich in ihren eigenen Texten selbst als „der Chronist“, „der Schreiber dieser Zeilen“ oder „der Berichterstatter“ einführen.

Ein Gedanke zu „Ich schenke ein Ich

  1. Alexander

    Das dachte auch der Schreiber dieses Kommentars, als er die Passage über den Begleiter der Geschädigten zum zweiten Mal las, um die Personen zuzuordnen.

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