Journalismus und Klicks

Josef Joffe schreibt in der Zeit ein kleines Meinungsstück zu Journalismus und „user generated content“. Die richtige und deshalb auch wenig überraschende These: UGC ist kein Journalismus. Gut, kann man schreiben. Aber warum Klicks ein Widerspruch zum Journalismus sein sollen, das erschließt sich nicht:

„Einige Zeitungen, vorweg die Washington Post, verdienen schon viel Geld mit Online. Warum? Nicht weil sie die »User« mit ihren Kommentaren und Filmchen einspannt, sondern weil sie ihren hohen Standard aufs Web überträgt, also mit Klasse, nicht mit Klicks arbeitet.“

Vielleicht liegt es aber auch daran, dass für Joffe die Begriffe „Klicks“, „Visits“, „Community“ und „User“ alle aus der Gosse kommen und so eklig sind, dass er sie nur mit Anführungsstrichen anfassen mag.

[Nachtrag: Falk Lüke hat mal ein paar Zahlen zusammengestellt, die zeigen, dass auch die Zeit kein wirksames Mittel gegen diese „Klicks“ hat.]

2 Gedanken zu „Journalismus und Klicks

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.