Archiv für den Monat: März 2008

Schön gerechnet

Robin Meyer-Lucht schreibt im Perlentaucher, warum die Zeitungen in naher Zukunft ein massives Problem bekommen könnten – wenn nämlich die strukturelle Kopplung von Journalismus und Werbung zerbricht.

Da ich das für Journalisten oder Anzeigenverkäufer zweifelhafte Vergnügen hatte, viele Zeitungsleser mit der Blickaufzeichnung bei ihrer Lektüre zu beobachten, lautet meine Lieblingsstelle in dem Text:

Zudem geraten die häufig schön gerechneten Leserzahlen der Presse unter Rechtfertigungsdruck. Die Preisbildung bei Print-Anzeigen basiert bis heute auf der Fiktion, dass jeder Leser jede Anzeige liest und dass die Zeitung an jedem Tag der Woche die gleiche Leserzahl hat. Im Zeitalter von „cookies“ und „conversion rates“ sind derartige Modelle immer schwerer durchsetzbar.

Und mein Lieblingswort:

„Einflussfaktorenvergessenheit“

Tagungstage

Drei Tagungen am Stück:

  • Heute beginnt in Trier die Tagung der neuen DGPuK-Fachgruppe Mediensprache und Mediendiskurse (Programm, pdf).
  • Am Montag startet in Hamburg die GOR, auf der ich am Mittwoch einen Vortrag mit dem schlanken Titel „Reception of Multimodal and Time-dependent Presentations in Online Journalism. Results of an Eye-tracking Study“ halte.
  • Und, last but not least, laden am Donnerstag, 13. März, die FAZ und Inwent zu einer Konferenz „Online Journalism: Opportunities and Challenges for Press Freedom“ nach Berlin.

Eine schöne Serie, von lokal zu global, von Theorie zu Praxis. Am liebsten wäre ich allerdings auch noch in Pamplona bei der Tagung bzw. Nachtung der Malofiej-Kollegen. Ok, vielleicht nächstes Jahr, nos vemos en el Jumping Jester…

Programmhinweis

Ein Weblog begleitet das Modellseminar der bpb zum Thema Crossmedia, das in dieser Woche in Klink/Müritz stattfindet – mit Texten, Fotos und voraussichtlich live gestreamtes Video. Dabei diskutieren Lokaljournalisten aus der ganzen Republik darüber, wie Crossmedia ihre Arbeit verändern kann oder muss (hier ist das Programm). Mastermind hinter dem Blog ist der Kollege Steffen Büffel, der vermutlich den Laptop in den nächsten Tagen nur beim Essen kurz zur Seite stellt.