Archiv für den Monat: Januar 2008

Usability als Frage der Haltung

Robert Niles schreibt in der Online Journalism Review über die fehlende Usability-Kultur in Online und Print, Fehler in der Gewichtung zwischen Inhalt und Werbung – und über die Folgen für das Leserverhalten:

On the Web, we’ve gotten used to thinking about the usability of our websites. But our colleagues on the print side have been committing grave usability errors in their products over the years. And when that type of thinking infects a news organization’s attitude towards its website, news organization set themselves up to repeat its offline failures in the new medium.

Hier entlang.

Was kommt eigentlich nach der Hochrechnung?

Ein kleines, aber feines Beispiel dafür, wie aktuelle Informationsaufbereitung im Web nicht funktioniert, liefert am heutigen Montag (!) stern.de auf dem ersten Teaserplatz:

stern_28_01_08.gif

Seltsam: Bei der als Quelle angegebenen ftd.de gibt es sehr wohl Ergebnisgrafiken, und zwar ohne Klick, ohne Auswahl des Bundeslands, ohne „Hochrechnung“, ohne „2008“. Egal. Hauptsache: Flash!

Diktatur des Frohletariats: Fresse, Presse!

Es ist nicht so, dass ich mir mehr Karneval/Fasching/Fasnacht im Fernsehen wünschen würde. Aber was Jörg Halstein von hunderttausend.de über die FaschiKarnevalisten aus Trier zu berichten weiß, wirft ein seltsam erhellendes Licht auf die Diktatur des organisierten „Frohsinns“: Berichterstattung ist nur erwünscht, wenn sie dem Hofe der Kappenträger dient. Pressefreiheit? Güldet hier nicht. Die meinen das bitter ernst mit ihrem Monarchie-Getue.

New seniors on the blog

Zur Fachzeitschrift message gibt es jetzt ein Blog: Gedacht ist offenbar als Plattform für eine wöchentliche Kolumne aus dem ehrenwerten Beirat der Zeitschrift. „Ü60-Leute rufen dazwischen“ lautet das Motto.

Herausgeber Michael Haller macht den Anfang und äußert sich gleich mal zu, nun ja, Blogs:

Ein paar Minuten Lektüre in den Beiträgen verschiedener Blogs genügen, um aus dem Habermas’schen Traum zu erwachen und zu erkennen, dass den meisten Beiträgen eine simple Voraussetzung fehlt: genügend kommunikative Kompetenz, damit ein öffentliches Gespräch überhaupt in Gang kommen kann. Zum Beispiel die Kompetenz, sich zuerst hinreichend gut zu informieren, ehe man eine Meinung äußert.

Willkommen im Heuhaufen, wir warten auf Stecknadeln!

[Übrigens: Den für die Zukunft angekündigten RSS-Feed gibt es bereits. Manches ist halt doch ganz einfach, hier draußen.]

Interview zu lokalem Online-Journalismus

In der aktuellen Drehscheibe (nur als Print zu haben) findet sich ein kurzes Interview mit mir zu den Chancen und Grenzen von Online-Lokalzeitungen. Insgesamt ist damit ein kleiner Trier-Schwerpunkt im Heft: Der Artikel zum Thema Online-Lokaljournalismus stellt die Trierer Onlinezeitung 16vor.de vor, der Noch-Trierer Kollege Steffen Büffel bespricht ein paar Seiten weiter das neue WAZ-Angebot derwesten.de.