„Zu Onlinern qualifiziert“

Ein Auftritt von Don Alphonso an der Uni Münster hat ein interessantes mediales Nachspiel erfahren (und das liegt ausnahmsweise nicht an ihm). Die Online-Lokalzeitung echo-muenster.de brachte einen, nun ja, zweifelhaften Artikel über die Veranstaltung, die der Kollege Christoph Neuberger organisiert hat. In den Kommentaren lässt sich nachvollziehen, wie gut die Redaktion das Netz verstanden hat.

Das Finstere daran ist die Vorgeschichte: Die Redaktion war bis Anfang diesen Jahres für die Münstersche Zeitung verantwortlich und wurde dann Knall auf Fall vor die Tür gesetzt. Jetzt sind die Redakteure in einer Transfergesellschaft untergebracht und werden – offenbar auch mit Arbeitsagentur-Geldern – „zu Onlinern qualifiziert„.

Ich bin mir nicht sicher, ob die Redakteure von echo-muenster.de tatsächlich an ihr Projekt glauben. Und auch nicht, ob sie das, was sie da machen, guten Lokaljournalismus nennen. Ein professioneller Webauftritt ist das ganze jedenfalls schon optisch nicht. Inhaltlich ist es über weite Strecken wie gedruckter Lokaljournalismus mit alle seinen Schwächen: Terminjournalismus, Anwanzen an die lokale Wirtschaft, – all das, was viele Lokalzeitungen so unlesbar macht.

Leider, leider sieht bei echo-muenster.de doch vieles sehr nach Beschäftigungstherapie ohne jede Zukunftsperspektive aus.

(via)

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