Zeitungsmarketing, blöd

Die Süddeutsche Zeitung, genauer gesagt eine Abteilung mit dem Titel „Marketing-Forschung“, lädt mich schriftlich ein, an einer Marktstudie teilzunehmen und dafür eine Vergütung von 150 Euro zu bekommen. Ich erfahre:

Auch die Süddeutsche geht neue Wege und wird sich noch dichter am Leser orientieren. Deshalb ist uns die Meinung von politisch und kulturell interessierten Menschen besonders wichtig.

Schön rangeschleimt an einen ehemaligen Abonnenten. Alles, was ich tun muss, ist, über ein Jahr alle drei Monate einen Fragebogen auszufüllen. Und natürlich die Zeitung zu abonnieren, ebenfalls ein Jahr, für reguläre 36,90 Euro im Monat.

Dafür ist mein Arbeitsaufwand mit den Fragebögen auch eher gering. Der erste liegt schon bei und umfasst zehn Fragen. Sagen wir mal so: Wenn Daten, die mit solch einem Instrument erhoben werden, tatsächlich für die Entwicklung des Blatts herangezogen werden, braucht man sich um die Zukunft der Zeitung schon sehr bald keine Gedanken mehr machen.

Merken die Zeitungsmarketing-Menschen eigentlich, dass sie damit deutlich vermitteln, welches Bild sie von ihren Kunden haben? Ich bin doch nicht blöd.

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