Die Süddeutsche Zeitung erklärt Blogs

Heute schreibt der bekannte Weblog-Experte Johannes Boie im Feuilleton der Süddeutsche Zeitung über Streit in der Blogosphäre und gibt fundierte Tipps, wie es besser geht:

„Der andauernden Selbstzerfleischung liegt etwas Trauriges inne, denn Weblogs haben großes Potential. Zahlreiche Nischen warten auf hochwertige Inhalte. Das literarische Blog 500beine des NRW Literaturpreis-Gewinners Andreas Glumm, das medienkritische Bildblog des FAZ-Journalisten Stefan Niggemeier und seines Kollegen Christoph Schultheis zeigen genauso wie das Promi-Blog Viply, dass sich konsequente Beschränkung auf ein Thema lohnt. Deutsche Leser wollen spezialisierte Angebote zu ihren Lieblingsthemen anstatt eines weiteren Versuches, klassische Zeitungen zu imitieren. Aus der Gesamtheit dieser Spezial-Blogs könnte sich nicht zuletzt durch technische Verbindungsmöglichkeiten eine Gesamtheit der Blogs formen – und da wäre sie dann, die viel beschworene Gegenöffentlichkeit.“

Als Verteidigung des Zeitungsqualitätsjournalismus ist das schon aus textimmanenten Gründen nur beschränkt überzeugend. Groß wird es, wenn als Kronzeuge für das Fazit noch der Kollege Jan Schmidt herangezogen wird:

„[Jan Schmidt] umschreibt die Misere höflich. Die Öffentlichkeit von Weblogs bestünde in ihrer technischen Zugänglichkeit für jedermann. Keinesfalls aber besteht sie in ihrer gesellschaftlichen Relevanz.“

2 Gedanken zu „Die Süddeutsche Zeitung erklärt Blogs

  1. Pingback: Bamblog » Die Sache mit der Relevanz

  2. Pingback: SZ-Attacke gescheitert Teil 2 » Braintwist

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.