Hören statt lesen: Neue Audioformate

Wie lässt sich Audio in Onlinemedien nutzen? Zwei Beispiele, die man im weitesten Sinne als Audio-Slideshows bezeichnen kann:

FAZ.NET bringt ein Online-Feature über den Schriftsteller Martin Mosebach und sein neues Buch. Der Sprechertext (von Redakteur Fridtjof Küchemann selbst dem Mikrofon überantwortet) wird ergänzt durch O-Töne des Autors Mosebach, das ganze unterlegt mit Fotos, die über Zoomeffekte dynamisiert werden. Schön – wenn man vom leichten feuilletonimmanenten Schwurbel im Text mal absieht.

Deutlich unaufwändiger – und eigentlich eine Zweitverwertung – ist dieses Stück aus dem SZ-Magazin. Die Autorin Susanne Schneider liest darin eine Geschichte, die sie für das aktuelle Heft geschrieben hat. Dazu läuft eine Bilderstrecke durch – die allerdings nicht mit dem Text verknüpft ist. Aber auch diese pragmatische Aufbereitung gefällt mir: Dass das Stück nicht von einer professionellen Sprecherin gelesen wird, lässt es authentisch wirken.

2 Gedanken zu „Hören statt lesen: Neue Audioformate

  1. Alexander

    Ich hatte schon überlegt, etwas über die SZ-Magazin-Vertonung zu schreiben. Da ist mir die Bilderstrecke eher negativ aufgefallen: Drei Fotos zeigen das Haus aus sehr ähnlicher Perspektive, aus einem Foto des Protagonisten wurden einfach zwei geschnitten. Diese animierte GIF-Datei wirkt für mich wie „ich wäre gern ein Video (oder zumindest eine Audio-Diaschau)“.

    „Feuilletonimmanenter Schwurbel“ ist übrigens sehr schön.

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  2. Peter

    Richtiger Einwand. Man möchte irgendwie doch mal die Straße sehen, von der die Rede ist. Ich habe das aber als szmagaziniges Stilmittel genommen (den Printbeitrag kenne ich nicht, weiß also nicht, ob da ähnlich bebildert worden ist – ich gehe aber davon aus).

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