Planckton lebt

Dass der Namensraum für Publikationen begrenzt ist, zeigt mir die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung: Die Wissenschaftsredaktion bloggt seit kurzem unter der Adresse planckton.de. Dazu schreiben die Neu-Blogger:

Der Name “Planckton” entstand zufällig bei einer Redaktionssitzung und war eher als Kalauer oder Wortspiel gedacht. Doch inzwischen gefällt er uns so gut, dass wir beschlossen haben ihn zu behalten. Zum einen als Referenz an den großen deutschen Physiker Max Planck, zum anderen, weil Plankton, griech. “das Umherirrende”, letztlich ein treffender Titel für ein Weblog, vor allem für ein Wissenschafts-Redaktionsblog ist.

Schönes Wortspiel, aber nicht neu. Damals, in den 80er-Jahren des letzten Jahrhunderts, war Planckton auch der Name der Schülerzeitung am Max-Planck-Gymnasium in Delmenhorst. Den Sprung ins Online-Zeitalter hat diese Publikation allerdings nicht geschafft.

4 Gedanken zu „Planckton lebt

  1. textkoch

    Tja, wie sollte sie auch, an online war noch gar nicht zu denken, da habe ich als Chefredakteur von Planckton fleißig mitgeholfen, das Blatt zu Grunde zu richten. Das Urheberrecht auf den Namen müsste nach meinem Kenntnisstand entweder Peter Kuchenbuch oder Fridtjof Amling haben. Ersterer ist heute Lehrer auf Wangerooge, letzterer Pfarrer in Moskau.

    Ich habe ürigens noch eine sehr vollständige Sammlung aller Ausgaben aus der ersten Hälfte der achtziger Jahre. Genügend Material für einen Online-Auftritt…

    Antworten
    1. Miki

      Zumindest was das MPG in München betrifft hier – Jahre später – eine Richtigstellung, damit die Geschichtsschreibung hier keine Fehler macht…
      Nachdem Pascal Bohne und ich das Tutorensystem wiederbelebt hatten, damals als 8-Klässler, gründeten dann Busi (Reiner Springenschmid und ich) das Planckton. Grund war die ausbleibende Erscheinung des Vorgängers, dem Fernrohr. Auf eine SMV-Sitzung, das muss so um 1984 gewesen sein, machte ich den Vorschlag „Planckton“ – tatsächlich erstmal als Kalauer, der aber freudig aufgenommen wurde. Die Nähe zum Gymnasium und dem zugleich stupide vor sich hinschwimmenden Gedöns war einfach zu passend für eine Schülerzeitung. Manche Ausgaben haben wir erstmal zu Zweit zusammengeschustert (wieviele das waren weiß ich nicht mehr, das müsste ich überprüfen, ist jetzt aber nicht so wichtig). Im Lauf der Zeit wurden es mehr Redakteure und Schreiber etc.
      So. Und das interessiert jetzt die Welt total und deshalb habe ich auf den Post von 2007 eeendlich reagiert. Der Wiki-Eintrag ist mir nun sicher 😉
      [EDIT: Namensrechtlich ist mir total das egal! Anspruch nichtig und sowieso erloschen. Die Textfahnen der letzten Ausgaben wurden übrigens über einen C64 ausgedruckt und m o n t i e r t. Schnippselwerk eben – Internet? Noch lange nicht – hätten wir es schon gehabt, wäre das ein riesen Ding geworden – war aber nicht].

      Antworten
  2. textkoch

    Ha, das habe ich jetzt erst gesehen, wie überaus originell: Einer der FAS Blog-Autoren in planckton.de war mal mein Volontär. (Nee, nicht bei der Schülerzeitung des Max-Plack-Gymnasiums, viel später in Köln)

    Antworten
  3. Joerg Albrecht

    Ürigens, Herr Textkoch: Ein Urheberrecht auf das Wort Planckton werden sowohl Sie als auch die Herren Kuchenbuch und Amlinge schwerlich reklamieren können. Sie hätten vielleicht Markenschutz beantragen können, aber so… und selbst der läuft nach 25 Jahren aus. Und, glauben Sie mir: Wir haben weder beim Kindergarten des Max-Planck-Instituts für Entwicklungsbiologie in Tübingen noch bei der Schülerzeitschrift des Max-Planck-Gymnasiums in Delmenhorst abgekupfert. Wir haben uns nur die Domain planckton.de gesichert.

    Wer war denn Ihr Volontär und bei welcher Zeitung in Köln, wenn ich mal fragen darf?

    Antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.