Deutsche Gesellschaft zur Rettung der Druckmedien
Die ehrenwerte Wissenschaftsgesellschaft DGPuK tagt zurzeit in Bamberg. Am Vormittag erzählt Wikipedia-Gründer Jimmy Wales von den Vorteilen frei und online verfügbaren Wissens. Abends entscheidet sich die Mitgliederversammlung dagegen, ein frei verfügbares Onlinejournal zu gründen. Stattdessen sollen die beiden Fachzeitschriften Publizistik und Medien & Kommunikationswissenschaft (Papieredition) dadurch gerettet werden, dass alle Mitglieder über deutlich höhere Mitgliedsbeiträge ein Zwangsabo bekommen.
Drumherum wird noch ein bisschen gejammert, dass die deutsche Forschung nicht international wahrgenommen wird. Ob da nicht ein gedrucktes Jahrbuch abhelfen könnte, das die besten Beiträge in Englisch rausbringt? Finanziert sich auch nur über ein Zwangsabo für die Mitglieder, klar.
11 Fußnoten to “Deutsche Gesellschaft zur Rettung der Druckmedien”
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herbert on 18 May 2007 at 11:10 am #
Solange der Verein genügend Mitglieder hat, die sich gerne zur Kasse bitten lassen, ist es doch einfacher, nicht über etwas Neues nachzudenken.
Obwohl ein englisches Buch herauszubringen, ist ja wohl schon das Nonplusultra an Aktualität.
Jan Schmidt on 18 May 2007 at 2:55 pm #
Bin völlig Deiner Meinung (und werde auch selbst noch einmal über die m.E. völlig kontraproduktive Entscheidung bloggen) - ich hatte das Gefühl, dass eine Mehrheit der Mitglieder entsprechend abgestimmt hat, weil sie sich überlegt hat: “Hmm… Zwei Zeitschriften zu einem Preis, der geringer ist als die bisherigen Abogebühren von einer der beiden? Deal!”
Kommunikationsforscher kicken Open Access « Das Textdepot on 18 May 2007 at 4:43 pm #
[…] der Tagung nun haben die Mitglieder entschieden - ich gebe weiter an Peter Schumacher, der vor Ort ist: “Am Vormittag erzählt Wikipedia-Gründer Jimmy Wales von den Vorteilen […]
Peter on 18 May 2007 at 5:34 pm #
Das noch zur Ergänzung: Der Vorschlag mit dem Jahrbuch wurde dann doch zurückgenommen. Es ist also noch Hoffnung.
Bamblog » DGPuK 2007: Das war enttäuschend on 20 May 2007 at 9:13 pm #
[…] ziemlich geärgert hat und die ich auf jeden Fall nochmal ansprechen möchte (andere Reaktionen bei Konferenzteilnehmern und -nichtteilnehmern [1, 2] […]
sozlog » Blog Archive » Brauchen wir wirklich all die professionellen Assoziationen? on 20 May 2007 at 10:45 pm #
[…] Steffen Büffel spricht von der „geschlossenen Gesellschaft“, Peter Schumacher von der „Deutschen Gesellschaft zur Rettung der Druckmedien“, und das Textdepot von Thomas Pleil schreibt „Deutsche Kommunikationswissenschaftler kicken […]
Halem Verlag Blog - Bamberger Notizen on 22 May 2007 at 8:53 am #
[…] den ärgerlichen Vorkommnissen, über die ja bereits an anderer Stelle berichtet [1] [2] [3] wurde. Es geht um den Beschluss der Mitgliederversammlung der DGPuK, die Verlage der beiden […]
DGPuK: morgens open access abends closed shop : Martin Welker on 22 May 2007 at 12:46 pm #
[…] Peter Schumacher treffend: Die ehrenwerte Wissenschaftsgesellschaft DGPuK tagt zurzeit in Bamberg. Am Vormittag […]
Weltenkreuzer on 30 May 2007 at 10:00 pm #
Informationsplattform Open Access…
…
Weltenkreuzer » Blog Archive » Informationsplattform Open Access on 30 May 2007 at 10:05 pm #
[…] aufzuzwingen. Die Reaktionen der bloggenden Forscher dazu waren eindeutig (Jan Schmidt, Peter Schumacher, Steffen Büffel, Thomas Pleil und Tina Guenther; Reaktion des Halem […]
Bamberger Notizen on 05 Oct 2011 at 4:44 pm #
[…] den ärgerlichen Vorkommnissen, über die ja bereits an anderer Stelle berichtet [1] [2] [3] wurde. Es geht um den Beschluss der Mitgliederversammlung der DGPuK, die Verlage der beiden […]