Deutsche Gesellschaft zur Rettung der Druckmedien

Die ehrenwerte Wissenschaftsgesellschaft DGPuK tagt zurzeit in Bamberg. Am Vormittag erzählt Wikipedia-Gründer Jimmy Wales von den Vorteilen frei und online verfügbaren Wissens. Abends entscheidet sich die Mitgliederversammlung dagegen, ein frei verfügbares Onlinejournal zu gründen. Stattdessen sollen die beiden Fachzeitschriften Publizistik und Medien & Kommunikationswissenschaft (Papieredition) dadurch gerettet werden, dass alle Mitglieder über deutlich höhere Mitgliedsbeiträge ein Zwangsabo bekommen.

Drumherum wird noch ein bisschen gejammert, dass die deutsche Forschung nicht international wahrgenommen wird. Ob da nicht ein gedrucktes Jahrbuch abhelfen könnte, das die besten Beiträge in Englisch rausbringt? Finanziert sich auch nur über ein Zwangsabo für die Mitglieder, klar.

11 Gedanken zu „Deutsche Gesellschaft zur Rettung der Druckmedien

  1. herbert

    Solange der Verein genügend Mitglieder hat, die sich gerne zur Kasse bitten lassen, ist es doch einfacher, nicht über etwas Neues nachzudenken.
    Obwohl ein englisches Buch herauszubringen, ist ja wohl schon das Nonplusultra an Aktualität.

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  2. Jan Schmidt

    Bin völlig Deiner Meinung (und werde auch selbst noch einmal über die m.E. völlig kontraproduktive Entscheidung bloggen) – ich hatte das Gefühl, dass eine Mehrheit der Mitglieder entsprechend abgestimmt hat, weil sie sich überlegt hat: „Hmm… Zwei Zeitschriften zu einem Preis, der geringer ist als die bisherigen Abogebühren von einer der beiden? Deal!“

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  4. Peter

    Das noch zur Ergänzung: Der Vorschlag mit dem Jahrbuch wurde dann doch zurückgenommen. Es ist also noch Hoffnung.

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