Abo-Service mal ehrlich

Immer wieder lustig ist es, beim Callcenter der Süddeutschen Zeitung eine Abo-Unterbrechung machen zu lassen, und dann zu nachzufragen, warum das eigentlich nicht online geht. Im Web gibt es per Formular in der Hinsicht alles, was der SZ keinen Umsatzverlust bringt: Gutscheine, Nachsendung, Spenden – aber eben keine schlichte Unterbrechung. Warum das so ist, darüber variieren die Aussagen der jeweiligen Callcenter-Mitarbeiter. Meistens ist etwas verdruckst davon die Rede, dass die Buchung so kompliziert sei, dass das nicht per Formular umzusetzen sei. Jetzt habe ich mal wieder einen Versuch unternommen, und endlich eine klare Auskunft bekommen: Angeblich gab es schon mal so ein Formular. Das sei allerdings so programmiert gewesen, dass die für Rückerstattungen üblichen acht Tage Unterbrechung nicht berücksichtigt und auch kürzere Unterbrechungen angenommen wurden. Das habe dann zu erheblichem Ärger geführt, weil den Kunden erklärt werden musste, warum sie keine Rückerstattung bekommen haben. Klingt leider plausibel. Wer noch nie einen Einblick in die Servicewüstewelt der klassischen Printverlage hatte, hält das Problem für leicht lösbar. Ich nehme mal an, dass das nicht gerade oben auf der To-do-Liste steht.

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